I, Me, My

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haliskayan (at) gmx.net

Ich wurde 1966 in Dersim/Kurdistan geboren – ein Ort, der mich bis heute begleitet, egal wo ich lebe.

Mein Weg führte mich nach Berlin, wo ich an der Technischen Fachhochschule und später an der TU Berlin Architektur studierte. Zwischen 1991 und 2003 arbeitete ich freiberuflich in verschiedenen Architekturbüros, unter anderem bei HPP International und Novotny Mähner Assoziierte.

Schon während des Studiums begann ich 1988, Kurzgeschichten zu schreiben – ein leiser Anfang, der sich über die Jahre zu einer eigenen literarischen Stimme entwickelte.

Ich schreibe über Menschen, die zwischen Welten leben — geografisch, emotional, sprachlich. Meine Literatur ist leise, tief, psychologisch und atmosphärisch. Sie handelt von Herkunft, Erinnerung, Liebe, Verlust und den inneren Stimmen, die das Leben formen.

Ein weiterer Teil meines Lebens ist die Musik.
Seit 2018 spiele ich klassische Gitarrenmusik auf der E‑Gitarre – eine ungewöhnliche Mischung, die mir einen eigenen Klangraum eröffnet. Einige meiner Stücke teile ich auf meinem YouTube‑Kanal.

Ich lebe in Frankfurt am Main und widme mich hier meinen Büchern, meiner Musik, meiner Architektur und allem, was mich inspiriert.


Mein zweites Ich

„Alan Lezan“ ist mein literarischer Name – und zugleich mehr als das.

Anfang der 2000er Jahre schrieb ich viel in kurdischen Foren. Damals schlug ich vor, statt türkischer Namen unsere eigenen, oft verbotenen kurdischen Namen zu verwenden. Als man mich darauf hinwies, dass auch mein eigener Name türkisch sei, suchte ich nach einem kurdischen Namen und entschied mich für „Alan Lezan“. Seitdem begleitet mich dieser Name, und er ist zu einem Teil meiner Identität geworden.

Für mich ist das kein klassisches Pseudonym, sondern eine Rückkehr zu meinem Ursprung. Wenn ich über Kurdistan schreibe, verwende ich – soweit möglich – die ursprünglichen kurdischen Orts‑ und Personennamen. Namen zu bewahren ist ein natürlicher Teil kultureller Selbstbestimmung.

Gleichzeitig weiß ich, dass viele Menschen in Nordkurdistan gar keinen kurdischen Namen tragen konnten, weil kurdische Namen lange Zeit verboten waren. Wer politisch aktiv war, nutzte zusätzlich Decknamen, um sich und andere zu schützen. In einem Land, in dem ein Tweet zu jahrelanger Haft führen kann, ist Vorsicht kein Zeichen von Angst, sondern gesunder Menschenverstand. Schon in den 80er‑Jahren in Dersim hatte fast jeder einen Decknamen – ein notwendiger Schutz.

Ich wünsche mir, dass kurdische Namen in der digitalen Welt sichtbar werden. Für mich steht eines fest: „Alan Lezan“ wird mich – in meinen Büchern, auf meinen Seiten und in meiner Musik – auch nach meinem Leben vertreten.

Mein amtlicher Name ist Halis Kayan. Meine architektonischen Arbeiten veröffentliche ich unter diesem Namen auf haliskayan.com. Meine literarischen und politischen Texte – meine Schriften, Erinnerungen und Beobachtungen – erscheinen hingegen unter meinem kurdischen Namen Alan Lezan auf alanlezan.com und alanlezan.net. Meine Kurzgeschichten sind hier zu finden: alanlezan3.wordpress.com

Mein YouTube‑Kanal: @AlanLezan

Ich wünsche Dir viel Freude beim Weiterblättern, Stöbern und Eintauchen in meine Welt.

Alan Lezan || 15.05.2026

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